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Montag, 30. Januar 2012

Widerstand der Parkschützer gebrochen - der Südflügel fällt.

Stuttgart zeigt allen, wie Denkmalschändung mit viel Geschrei eine wahrhaft krankhaften erotischen Touch bekommt - mach's Spaß?
"Wir kommen wieder!" dröhnt es durch durch den Hauptbahnhof, dem man seine Flügel nach und nach raus reißt, der 'Widerstand', den man zur Friedfertigkeit gezwungen hat macht das mit, wie eine Zwangsprostituierte, denen man auch oft Gewalt insofern androht, als dass man deren Kinder sonst in Gefahr bringt.
Ziemlich ähnlich lief es in Stuttgart ja auch, am 30.09.2010, als Kinder niedergeknüppelt wurden, wobei keinerlei großartige Konsequenzen für die Täter angesagt waren - trotz angemeldeter Demonstration!
Während also die einen niedergeschlagen werden 'dürfen', obwohl alles rechtens angemeldet war, und kleine Kinder wohl kaum Erwachsenen Polizisten gefährlich werden können, reißt Stuttgart nun auch den Südflügel ab, obwohl die rechtliche Lage mehr wie zweifelhaft ist, vor allem deswegen, weil das Grundwassermanagement (GWM) bekanntlich mehr Wasser abpumpen will, wie zuvor ausgemacht (was den Turm des HBF in Gefahr bringen könnte, da die Statik sich dann ändert, man eine Art Kölner Archiv-Desaster dann auch in Stuttgart hätte!).
Aber das interessiert alles nicht, weil S21 Selektion bedeutet. Das Recht, das sich dem Kapital unterordnet sieht Naturschützer, echte Demokraten und vor allem engagierte Bürger offensichtlich als Gefahr an.
Nicht umsonst wurde in den Lissaboner (EU) Verträgen explizit festgehalten, dass man Demonstranten willkürlich festnehmen darf, sie einen Status wie Terroristen haben, sie also auch totgeschossen werden dürfen - eine Praxis, die längst angesagt war, nun aber rechtlich abgesegnet wurde.
Ist der Südflügel gefallen, ist der mittlere Schlosspark ein 'Kinderspiel'. Die Parkschützer sind längst dermaßen mit Trojanern versehen, dass Widerstand nahezu zwecklos sein wird, auch deswegen, weil aufgrund der manipulierten Volksabstimmung jene als Demokratieverräter da stehen, obwohl es da nie um ein prinzipielles aus ging, sondern nur um einen 'Player' - nämlich das Land BW - das sich da verabschieden wollte, wobei die Strafzahlungen höher als die 930 Mio hätte sein können, somit das dem Projekt letztlich Extra-Geld verschaffen hätte können (wenn die anderen Partner weiter gemacht hätten).
Der Staat versagt einmal wieder vollkommen, die Behörden vergreifen sich an den Opfern, und wer gegen Willkür protestiert wird als krank hingestellt, wogegen die Täter sich immer mit genug Geld ausstatten, damit sie weiter ihren Spaß haben.
Der Widerstand Stuttgarts gegen den Zerstörungswahn hat heute endgültig versagt. Obwohl Tausende sogar innerhalb Stuttgarts gegen S21 stimmten, kamen zur Montagsdemo nur wenige. das Zehnfache hätte angesagt sein müssen, damit der Zerstörungswut ein Gegenpol offeriert hätte werden können, denn Forderungen ohne einen gewissen Hintergrund sind Schall & Rauch.
Doch während in allen Staaten um Deutschland herum der Widerstand gewinnt, Akzente setzt und sich Freiheit erkämpft, bleibt Deutschland schwach und unfähig.
Obwohl es nicht gerade wenig Möglichkeiten gibt, phantasievoll und effizient Widerstand zu formieren zeigt sich immer wieder, dass Deutschland offensichtlich nur in einem gut ist:
Zerstören, ausgrenzen, diffamieren und entsolidarisieren.

Diese Aspekte macht die Bevölkerung unfähig und desinteressiert - na was will eine Diktatur mehr?

Freitag, 2. Dezember 2011

Frieden nun für Stuttgart? Von wegen... (gemäßigte Version)

Der Volksentscheid hat eines klar gemacht:

Man kann ein ganzes Völkchen für blöd verkaufen, indem man medial etwas anderes sagt, wie das, was tatsächlich abgestimmt wird. So dachten wohl über 90%, dass das Ausstiegsgesetz automatisch den Stop für S21 bedeuten würde, das stimmt aber gar nicht (zu lesen im Gesetz selber).

Das Gesetz wollte lediglich die Legitimation für die Landesregierung schaffen, dass wenn S21 kostenmäßig explodieren sollte, es aussteigen dürfte, also etwas sehr vernünftiges, weil sie die anderen Vertragspartner dann zu mehr Kostenersparnis motiviert hätte.

Nun aber haben wir mit Stuttgart 21 eine Gelddruckmaschiene für die Bahn und deren Kreise, das Land muss zahlen, womöglich (bzw. ziemlich sicher) mehr, wie jetzt zugesichert wurde. Das Argument heißt dann ziemlich sicher:
"Wollt ihr nun wegen 1, 2 oder 3 Milliarden die schon getätigten Investitionen für nichtig erklären?"
S21 kann locker über 7 Milliarden kosten, ein nicht all zu kleiner Teil geht da auch in die Lobbyarbeit, übrigens oft so, dass Leute an gewissen hebeln dahingehend 'ermuntert' werden, auch anderweitig entsprechend sich zu verhalten?! So ist das zumindest meistens, wenn Leute 'installiert' werden.

Nichts, aber auch gar nichts an Siegeserhabenheit ist von den Befürwortern seit dem Gewinnen des VE (Volksentscheid). Die Angriffe gegen die Befürworter von K21 oder SUMO21 gehen mit unverminderter Härte weiter, aber nicht etwa, weil sie K21 am liebsten weiter bauen würden, nein! Weil sie K21 Befürworter sind!


Hier ist anzumerken, dass SUMO21 nichts anderes wie S21 ist, allerdings mit minimal anderem Streckenverlauf, also anstatt hinter dem Kopfbahnhof die Gleise zu verlegen, sie davor zu verlegen, man würde dann eine Straße (Arnulf Klett Platz) opfern, so aber opfert man den Park).



Während die K21 aufgrund der demokratischen (wenn auch stark manipulierten) Wahl eher ruhig geworden sind, sind die Befürworter eher noch aggressiver geworden, bestärkt durch den VE.

Aber hier wird nicht der Fehler gemacht, die allen Befürwortern von Stuttgart21 zu unterstellen. Es sind halt vor allem schätzungsweise die, die diesen Konflikt zum scharfmachen und aufhetzen nutzen wollen, es ist ein Ventil für persönliche Benachteiligung oder gesellschaftliche Diskriminierung, und die Bahn, die Presse und die Zukunft Stuttgarts  ist zwischen die Fronten gekommen.

Wenn dieser Konflikt nicht dahingehend gelöst wird, dass alle Fronten befriedet werden (bis Dato definitiv ja nur die Befürworter des Projektes!), wird sich aufgrund der schlechter werdenden wirtschaftlichen Situation ein Strudel des Untergangs entwickeln, der nach und nach immer größere Gesellschaftssteile hineinziehen wird.

Denn wer politisches Engagement bestraft, friedliches Demonstrieren niederknüppelt, Argumente mit Lügen aushebelt und und und, der kann kaum erwarten, dass darauf keine Reaktion folgen wird....

Wer aber meint, die 'Schwabenmetropole' den Funken auf andere Städte werfen wird, und ein großer Bürgerkrieg von Stuttgart aus die ganze Republik niederbrennen würde, dem sei gesagt, dass anderswo schon seit Jahren ähnliche Zustände angesagt sind. Da brennen dann eben Autos, da formieren sich rechtsradikale Bünde und erklären ganze Landstriche für national Befreite Zonen, da gibt es finanzielle Zustände wie in Griechenland - und nirgends ist Besserung zu erwarten.